Schulkonzepte - Medienkonzept
Im April 2002 hat die Lehrerkonferenz ein Medienkonzept verabschiedet, das die seit langem an unserer Schule praktizierten Aspekte von Medienerziehung und Medieneinsatz zusammenfasst und für den Bereich der computerorientierten Medien fortschreibt. Das Konzept wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Die aktuelle Fassung (Beschluss der Lehrerkonferenz vom 29.10.2007) wird hier zusammengefasst.
Ziele der Medienerziehung
Allgemein-pädagogische Ziele sind integraler Bestandteil des Medienkonzeptes unserer Schule. So sollen Schülerinnen und Schüler gesellschaftliche Auswirkungen aller Medienformen, auch der Informations- und Kommunikationstechnik, kennen- und beurteilen lernen. Ebenso sollen sie medienkritische Betrachtungen zur Verlässlichkeit von Kommunikation und Medien anstellen können. Die so umrissenen Kompetenzen sind im Lernzielkanon vieler Fächer traditionell verankert für den Umgang mit klassischen Medien. Auf den Bereich der neuen computerorientierten Medien und deren Anwendungsbereiche lassen sie sich fast nahtlos übertragen. Hier bedarf es deshalb keiner Neuorientierung oder Umschreibung der Ziele der Medienerziehung.
Computerorientierter Medieneinsatz
Die Fachbereiche beschreiben im Medienkonzept den Ist-Zustand des computerorientierten Medieneinsatz und entwickeln Perspektiven für die Zukunft. Einige sehr ähnliche Leitlinien zeichnen sich für fast alle Fächer ab.
So ist die Internetrecherche ein hilfreiches Instrument, zum einen in Phasen selbstständiger Schülerarbeit, zum anderen zur inhaltlichen Unterrichtsvorbereitung und zur Bereitstellung klassischer Medien (Informations- und Arbeitsblätter). Technische Vorkenntnisse sind nur in sehr geringem Umfang notwendig; sinnvolle und produktive Recherchen erfordern vor allem fachliches Wissen, Urteilsvermögen und Zielstrebigkeit. Zunehmend finden sich in einigen Fachbereichen auch online-Lernumgebungen (z. B. zu biologischen oder chemischen Standardthemen von einzelnen Kollegen oder Universitäten bereitgestellt), die auf der Basis des kostenfreien T-DSL-Anschlusses der Schule auch technisch einwandfrei genutzt werden können.
Elektronische Lexika und Informationsmaterialien stehen in vielen Fachbereichen, z.T. auch mit allgemeiner Thematik, zur Verfügung und sollen u.a. zunehmend im selbstständigen Unterrichtsphasen eingesetzt werden.
Simulationsprogramme bieten sich in Natur- und Gesellschaftswissenschaften an und stehen auch bereits in gewissem Umfang zur Verfügung.
Komplexe Lernprogramme: Lernprogramme, die interaktiv einfache Wissenslernziele, z. T. auch komplexere Verständnisziele anstreben, sind erst in ganz geringer Anzahl auf dem Markt. Zwischen den beiden didaktischen Polen von der lehrerzentrierten, informierenden Software bis hin zum interaktiven, alle Lernzielebenen anstrebenden Selbstlernprogramm spannt sich ein weiter Bogen. Wirkliche CBT-Programme (CBT = Computer Based Training), bei denen der Lehrer phasenweise überflüssig zu werden scheint, sind aber nicht nur im Bestand unserer Schule, sondern auch im Angebot der Verlage und Produktionsfirmen selten anzutreffen, eine Aussage, die mehr oder weniger für alle Fächer gilt. In den Fremdsprachen, in Deutsch und vereinzelt auch in anderen Fächern sind allerdings Trainingsprogramme (z. B. zu Vokabeln oder Grammatik) zu erwähnen, die aber eher als häusliche Unterstützung und zur Festigung eingesetzt werden können.
Vermittlung von computerorientierter Medienkompetenz
Neu für unsere Schule ist die Festschreibung, wie die technischen und gestalterischen Fähigkeiten im Umgang mit den computerorientierten Medien vermittelt und gesichert werden sollen. Die folgende Übersicht zeigt die unterrichtliche Umsetzung ab dem Schuljahr 2007/08.
| Klasse | Unterrichtliche Einbindung | Thema - Lernziele |
| 5 | Projekttag Organisation durch Klassenlehrer; inhaltliche Betreuung durch Mentoren (Peer Teaching); System-AG in Bereitschaft bei technischen Pannen! Zeitrahmen: ein Vormittag mit 5 Stunden oder 2 Vormittage mit je 3 Stunden. |
Umgang mit
Windows
Umgang mit Textverarbeitung (Grundlagen)
Ergonomie Internet
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| 6 | Projekttag (Ablauf wie Stufe 5) | Präsentationsprogramm
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| 7 | Projekttag Organisation durch Klassenlehrer; inhaltliche Betreuung durch Mathematiklehrer; Zeitrahmen wie Stufe 5. |
Tabellenkalkulation
(Tabellen und Diagramme)
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| 8 | Kunst | Bildbearbeitung
(Programmvorschlag: Gimp)
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| 9 | Deutsch | Umgang mit
Textverarbeitung
(Aufbaukurs)
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Für die Projekttage liegt ein Computerkurs einschl. Übungsdateien vor.
Last not least:
Der Klassenlehrer koordiniert die zeitnahe Anwendung und Einübung der an den Projekttagen
erlernten Fähigkeiten im Unterricht!
In den einzelnen Klassen ist eine flexible Umsetzung notwendig, da unterschiedliche Schülerkenntnisstände integriert werden müssen. Schüler mit umfangreichen Kenntnissen können Schülern mit geringeren Vorkenntnissen helfen. Nach Umsetzung des Medienkonzepts der Stadt Sankt Augustin bringen Schüler konkrete Computerkenntnisse aus der Grundschule mit, auf die wir aufbauen können. Ziel ist es, bestimmte Grundfertigkeiten bei allen Schülern sicher zu stellen. Bei guten Vorkenntnissen der Schüler sollte der Zeitaufwand reduziert werden zugunsten der fachspezifischen Unterrichtsziele. Die Übersicht charakterisiert und fixiert nur die Einführungszeitpunkte und die verantwortlichen Fächer. Mittlerweile haben die beteiligten Fachgruppen konkrete Unterrichtsplanungen vorbereitet, die vor allem darauf Wert legen, die Medienkompetenzen in engem Kontext zu den fachlichen Unterrichtsinhalten und Zielen zu entwickeln. Zur Festigung und Vertiefung ist die Anwendung der Medien in einem möglichst breiten Kontext von Fächern und Inhalten sinnvoll.


